Projekt 1614 – Architektur und Technik

Projekt 1614 – Architektur und Technik

Für die letzten Wochen lautete das Thema des Fotoprojekts 16|VIERZEHN “Architektur und Technik”.

Das erste Mal waren zwei Themen gleichauf: Architektur mit 13 Stimmen und Technik mit 13 Stimmen. Alex machte kurzerhand aus zwei Themen eins.

Da ich vorletztes Mal völlig verschlafen habe für Architektur zu voten, war ich überglücklich jetzt noch einmal die Möglichkeit zu haben Architektur zu fotografieren.

Ich denke das mittlerweile jeder mitbekommen hat, dass ich in diesem Genre völlig aufgehe und es mir riesigen Spaß macht Architektur zu fotografieren.

 

Nun also zum Thema. Prinzipiell sind die Themen zwangsläufig miteinander gekoppelt. Für die Architektur wird Technik gebraucht, ansonsten kann man nicht einmal mehr im 3D planen, geschweige denn das Gebäude errichten.

Ich habe mich auf das Thema “Technik” im Sinne von “Konstruktion” entschieden. Ich wollte, dass man das Rückgrat eines jeden Gebäudes sieht – Stahlträger und die Verschraubungen. Da ich beruflich ja etwas aus dieser Ecke komme, tun es mir Stahlträger, Plattenverbindungen usw. schon etwas an. Es erstaunt mich, etwas digital zu planen und dann das fertige Produkt zu sehen.

Eigentlich hatte ich bei der Themenvorgabe bereits ein Objekt im Sinn. Die Interpretation erfolgte vor Ort.

Mein Projektbild zeigt kein Gebäude im eigentlichen Sinne. Es zeigt eher eine Architektur Designstudie, wie ich finde. Es ist ein Sonnendach aus Stahlträgern, die mit Beton im Boden eingelassen sind. Die Träger sind im quadratischen Abstand und das Sonnendach im Gesamten ist in einer L-Form. Auf einer Höhe von etwa 4 Metern sind Holzbalken zwischen den Stahlverstrebungen eingefügt. Diese sind jedoch nicht über die ganze Fläche, sondern im Schachbrettmuster verteilt. Dieses “Sonnendach” befindet sich neben einem Bolzplatz. Neben diesem sind große Betonstufen für die Zuschauer in den Hügel eingearbeitet.

Da der Wiesweiherplatz auch oft für Veranstaltungen genutzt wird, freuen sich die Bierbanksitzer über einen angenehmen Schatten.

Ich habe auf eine schöne Wolkenformation gewartet und bin im richtigen Moment zu diesem Platz gelaufen. Mit meinem Stativ auf den eingelassenen Betonklotz und einer Brennweite von 17mm, schraubte ich meinen 10-Stop ND-Filter auf, um so die Wolken schön verschwimmen zu lassen. Ein paar Korrekturen und Farbwerte in Lightroom angepasst und schon war das Bild fertig. Wie ich finde, passt das Bild auch sehr gut in mein Portfolio – und dort könnt ihr es auch im Bereich Architektur finden. Schaut doch gleich mal rein!

-wooden sunroof- Canon EOS 60D (Sigma 17-70mm F2.8-4 DC Macro C, 17 mm, f/14.0, 30s, ISO100)

-wooden sunroof-
Canon EOS 60D (Sigma 17-70mm F2.8-4 DC Macro C, 17 mm, f/14.0, 30s, ISO100)

Alle Bilder findet Ihr mit der vollen Auflösung auch auf Flickr 

Timon

Fine Art Photographer at Timon Photography
Loves Architecture, Loves Minimalism
Located near Bayreuth (BY), Germany

There are 9 comments

  1. Jörg S.

    Sackstark! Ich bewundere Deinen Blick für diese architektonischen Details, das liegt Dir wirklich gut. Dein Bild gefällt mir sehr gut (hast Du bestimmt schon bemerkt) und Deine Meinung bezüglich Technik und Architektur teile zu 100%.
    Thema voll getroffen und hervorragend umgesetzt.

    LG, Jörg

  2. Netty

    Tolle Idee und stark umgesetzt , gefällt mir sehr gut !
    Die Wolken sind ein idealer Hintergrund zu den architektonischen Details – ist das Blau nur durch den Filter bedingt oder hast du bei der Bearbeitung noch etwas nachgeholfen ?
    VG, Netty

    • Timon

      Hallo Netty,
      danke! Das Blau hat nichts mit dem Filter zu tun, da der ND-Filter nur die Belichtungszeit verlängert. Zum einen war der Himmel so Blau, aber ich musste natürlich in der RAW Datei an der Sättigung etwas machen 😉
      Gruß Timon

  3. Alex

    Hallo Timon,

    war mir schon klar, dass das dein Thema ist! 😀
    Man sieht auch an deinen Fotos, dass dir die Architektur liegt und dir dieses Genre Spaß macht.
    Dein Foto passt hervorragend zu den Themen. Klasse find ich, dass die Wolken durch die lange Belichtungszeit in die Länge ziehen. Toll gemacht!

    Gruß,
    Alex

  4. MichaelP

    Tolles Foto!
    Tolle Perspektive!
    Gefällt mir echt gut.
    Wenn man Wolken steuern könnte 😉 hätte ich oben links noch eine kleine reingesetzt, dann wären die drei Himmel-Felder vom Look her etwas homogener. Aber das ist marginal.
    Insgesamt ein absolut gelungenes Bild!


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